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Wie auf einem Karussell

Was Schwindel auslösen kann und was hilft

Von Mag. Wolfgang Bauer

Als Laura Haas eines Morgens erwachte, hat sich alles um sie herum gedreht. Plötzlich und ohne Vorwarnung. Dazu massive Übelkeit, sie fühlte sich elend. „Ich hatte Angst, dass eine schwere Krankheit dahinterstecken könnte“, erinnert sich die 39-jährige Frau aus Langenlois in Niederösterreich. Die heftige Schwindelattacke hielt länger an, und Laura Haas war noch mehrere Stunden lang benommen, konnte sich nur unsicher auf den Beinen halten. Sie befürchtete, dass die Beschwerden wieder auftreten könnten. In einer HNO-Ambulanz wurde die Diagnose rasch ermittelt: gutartiger Lagerungsschwindel. Auch die Therapie stand schnell fest: Die Patientin musste ihren Kopf im Sitzen und im Liegen nach bestimmten Richtungen bewegen beziehungsweise drehen.

Schwindel zählt zu den am häufigsten genannten Beschwerden in einer Arztpraxis. Er kann als Begleiter einer anderen Krankheit auftreten, zum Beispiel von Migräne, von Herzrhythmusstörungen oder nach einer Kopfverletzung. Schwindel kann aber auch ein Anzeichen dafür sein, dass im Gleichgewichtsorgan, das sich im Innenohr befindet, etwas nicht stimmt. Oder weil in dem ausgeklügelten Gleichgewichtssystem, zu dem neben den Innenohren auch die Augen, Teile des Gehirns sowie kleine Sinneszellen am Körper gehören, etwas durcheinander geraten ist.
„Es ist ganz wichtig, Schwindel abzuklären, sagt Priv. Doz. Oberarzt Dr. Bela Büki von der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten am Universitätsklinikum Krems. „Denn nur aufgrund einer exakten Diagnose kann man ihm wirkungsvoll begegnen.“

Was tun bei einer Schwindelattacke?
Selbst können Sie sich bei einer Schwindelattacke zum Beispiel so helfen:  Sie strecken im Sitzen Ihren Arm aus, halten den Daumen in die Höhe und fixieren ihn mit den Augen. Das machen Sie auch, während Sie den Kopf langsam nach oben und nach unten bewegen. Der Blick bleibt auch auf den Daumen gerichtet, wenn Sie aufstehen, und auch, wenn Sie ein paar Schritte gehen.

 

Fachärztlicher Kommentar:

Der gutartige Lagerungsschwindel ist eine der häufigsten Schwindelformen und verursacht zwar heftige Schwindelbeschwerden, ist aber mit einem sogenannten Lagerungsmanöver einfach zu behandeln und komplett auszuheilen. Ursache dieser Schwindelform ist eine Verlagerung der Otolithen (Gleichgewichtssteinchen/-"Kristalle") in die Bogengänge unserer Gleichgewichtsorgane im Innenohrbereich. Durch das Lagerungsmanöver sollen diese Steinchen wieder auf ihren "Stammplatz" zurückbugsiert werden, manchmal gelingt diese durch eine einzige Übung, meist muß man diese aber mehrmals wiederholen.

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