Tipps: Was Sie als Corona-PatientIn tun sollten

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Viele positiv auf Covid-19 getestete Menschen befinden sich derzeit zu Hause. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie achten sollten, welche Signale wie zu deuten sind und wie Sie am besten mit der Situation umgehen.

Wer zu Hause ist und auf das positive Corona-Testergebnis blickt, dem stellen sich eine Menge an Fragen. Wichtig ist es hier, Ruhe zu bewahren und – bei Bedarf – zielgerichtet zu handeln. Die Ärztekammer für Salzburg hilft Ihnen und hat die untenstehenden Tipps für Sie zusammengestellt.

Wenn Sie Hilfe von einem Arzt/einer Ärztin brauchen, dann stehen Ihnen diese natürlich zur Verfügung – und außerhalb der Ordinationszeiten rund um die Uhr der Hausärztliche Notdienst.

Als erstes stellt sich die Frage: Bemerkt man irgendwelche Veränderungen an sich und welche sind das?

Bei milden Verläufen erfolgt die Behandlung der Beschwerden so wie bei anderen Erkältungskrankheiten. Sollten starke Veränderungen auftreten, dann sollten Sie sofort den eigenen Hausarzt/die eigene Hausärztin kontaktieren. Wenn er/sie nicht erreichbar ist, dann holen Sie Rat und Hilfe von der angegebenen Vertretung oder vom Hausärztlichen Notdienst (Nummer 141) ein.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt über Ihr positives Testergebnis zu informieren.

Worauf bei milden Corona-Verläufen zu achten ist:

Fieber:

Bei Fieber sollten Sie fiebersenkende Mittel einnehmen und sich jedenfalls hinlegen. Wenn Sie frieren, dann ist das zumeist ein Anzeichen für beginnendes Fieber. Hier kann man die herkömmlichen Fiebersenker einnehmen, die auch schmerzlindernde Funktion haben; dabei sind allenfalls Gegenanzeigen zu beachten, bei denen man gewisse Mittel nicht anwenden darf. Verwenden Sie Medikamente, von denen Sie wissen, dass Sie sie vertragen. Vom Entwurmungsmittel Ivermectin ist zur Behandlung von Corona jedenfalls dringend abzuraten!

Atmung:

Hier sollte man beachten: Ist die Atemfrequenz in Ruhe deutlich höher – muss man also häufiger Ein- und Ausatmen als sonst –, muss man rasch Sprechpausen einlegen, um Luft zu holen, und kann man nach einem tiefen Atemzug nicht laut bis 30 zählen? Die Atemnot wird von vielen PatientInnen erst sehr spät als solche wahrgenommen. Ein brauchbarer Test: Solange Sie ein Stockwerk hinauf über Stiegen ohne Pause steigen können, ist die Atemsituation üblicherweise noch zufriedenstellend.

Verstopfte Nase:

Hier eignen sich herkömmliche Nasensprays. Verschaffen Sie sich mit abschwellenden Nasensprays zusätzlich Luft und unterstützen Sie damit die Atmung. Derartige Mittel sollten aber nicht länger als eine Woche regelmäßig angewendet werden

Nahrung und Flüssigkeit:

Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit (vor allem ungesüßte Tees und Wasser) und auf Nahrung. Ist die Harnmenge zu gering, so müssen Sie jedenfalls mehr trinken, sonst droht Austrocknung. Steigt das Gewicht, obwohl Sie nicht deutlich mehr essen, so könnte es sein, dass sich Flüssigkeit im Körper einlagert – sichtbar durch die Bildung von Schwellungen/Ödemen. Sollten Sie sonst keine Ödeme haben, dann verständigen Sie bitte den Hausarzt/die Hausärztin.

Blaue Lippen:

Bei der Zyanose (Blausucht) wird das Blut mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Auch die Fingerspitzen können blau schimmern. Dies ist ein ernstes Zeichen für eine Verschlechterung der Erkrankung, denn dies kann mit Atemnot verbunden sein und weist auf eine Zunahme der Problematik hin! Nehmen Sie rasch ärztliche Beratung in Anspruch.

Husten:

Beachten Sie bitte, dass Antitussiva (Hustenstiller) bei Corona-Infektionen keine nachweisbare gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Antibiose:

Von einer prophylaktischen (vorsorglichen) Behandlung mit Antibiotika wird abgeraten.

Cortison:

Eine Behandlung mit Cortison bei milden bis moderaten Verläufen, die zuhause behandelt werden können, wird allgemein nicht empfohlen. Allerdings ist Cortison in Medikamenten in Inhalatoren zum Einatmen nach ärztlicher Verordnung manchmal hilfreich.

Bisherige Grundkrankheiten:

Alle bisherigen Erkrankungen sollten Sie auch in dieser Phase weiter streng und konsequent überwachen. Achten Sie darauf, dass Sie verschriebene Dauermedikamente in ausreichender Zahl vorrätig haben und weiterhin einnehmen.

Bewegung:

Wenn es der Krankheitsverlauf zulässt, dann bleiben Sie mit leichten Übungen in Bewegung. Damit können Sie auch die eigene Belastbarkeit überprüfen bzw. Verbesserungen oder Verschlechterungen besser einschätzen.

Psychische Verfassung:

Achten Sie auf Ihr seelisches Gleichgewicht! Telefonate mit Freunden und Verwandten können dabei helfen. Rufen Sie bei Sorgen, Nöten und Ängsten auch die dafür bekannten Hilfseinrichtungen wie die Salzburger Telefonseelsorge an.

Kinder:

Sie haben oft asymptomatische Verläufe (ohne Krankheitszeichen). Sie erkranken meist weniger schwer als Erwachsene. Sie sollten vor allem beschäftigt und umsorgt werden.

Weitere Informationen: