ÖGK-Obmann Huss verprellt Salzburgs Kassenärztinnen und Kassenärzte

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Salzburger Impfstrategie: Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) Salzburg bringt in Koordinationsgremien nichts ein. ÖGK-Obmann Huss lässt auch andernorts Engagement vermissen.

(15.2.2021 – Salzburg) – Verwundert reagiert die Salzburger Ärztekammer auf eine Pressemeldung von ÖGK-Obmann Andreas Huss, in welcher er behauptet,  ihm wäre lieber gewesen, die Corona-Impfungen zentral abzuwickeln. „Die ÖGK Salzburg hat offensichtlich nicht nur die Kompetenzen nach Wien verloren, sondern auch ihre Fähigkeit, sich in Sachfragen zu äußern. Nicht anders ist es zu erklären, dass sie seit Monaten in den Gremien der Impfkoordination sitzt, aber sich hier nie in diesem Sinn eingebracht hat“, so Ärztekammer-Vizepräsident und Obmann der niedergelassenen Ärzte, MR Dr. Christoph Fürthauer.

Empörung schüre auch die Tatsache, dass den eigenen KassenärztInnen, also den Vertragspartnern der ÖGK, über die Medien ausrichtet wird, dass ihre außerordentliche Bereitschaft, sich bei der Impfung der Bevölkerung einzubringen, nicht anerkannt wird. Von 234 Kassenhausärztinnen und Kassenhausärzten im Bundesland Salzburg beteiligen sich 204 als Impfordination. Zusätzlich machen 43 Kassenfacharztordinationen mit. Weiter unterstützen 36 Wahlarztordinationen die Maßnahmen. Somit bestehen insgesamt 283 Ordinationen für ein niederschwelliges und wohnortnahes Impfangebot. Wo erforderlich, wird dieses Angebot durch Impfstraßen des Landes Salzburg ergänzt.

„Planmäßig finden diese Woche die Impfungen der Ärztinnen und Ärzte sowie des Ordinationspersonals statt und nächste Woche können die Impfungen der über 80-jährigen beginnen. Zum von ÖGK-Obmann Huss vorgeworfenen Chaos tragen höchstens seine eigenen Äußerungen bei“, so Fürthauer weiter.

Bezüglich der Anspielung, bei der Grippeimpfung werde die ÖGK das Heft in die Hand nehmen, meint Fürthauer abschließend: „Die seit Jahren im Bundesland Salzburg in Kooperation von ÖGK-Landesstelle, Apothekerkammer und Ärztekammer bestens organisierte Influenzaimpfung hätte die ÖGK im vergangenen Herbst gerne durch Lieferung von zunächst mangelndem Impfstoff unterstützen können. Hier fehlte leider das Engagement von Seiten der Bundesstellen der Sozialversicherung.“