Niedergelassene Ärzte: Honorar für Mutter-Kind-Pass muss endlich erhöht werden

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27 Jahre ohne Valorisierung sind inakzeptabel und verschärfen Versorgungsmängel im kassenärztlichen Bereich. Warum die Bundeskurie niedergelassene Ärzte Politik und Kasse dringend zum Handeln auffordert.

Vieles hat sich auf der Welt seit 1994 verändert, eines aber nicht: die ärztlichen Honorare für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Vor 27 Jahren gab es hier die letzte Valorisierung. Das ist nicht mehr hinzunehmen, unterstreicht die Bundeskurie niedergelassene Ärzte der Österreichischen Ärztekammer, die dazu eine Resolution beschlossen hat.

 

"Der Skandal, dass nach 27 Jahren die Mutter-Kind-Pass-Honore trotz mehrmaliger Interventionen nach wie vor unverändert sind, gibt dem Begriff Wertschätzung – sowohl in Bezug auf die Tätigkeit der Ärzteschaft als auch der Gesundheit der Bevölkerung – eine fragwürdige Bedeutung."

Vizepräsident MR Dr. Christoph Fürthauer

Die Resolution im Wortlaut:

"Die Bundeskurie niedergelassene Ärzte der Österreichischen Ärztekammer kann das schon fast 30 Jahre lang andauernde Hinhalten bei der Valorisierung der Honorare für Untersuchungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes nicht mehr akzeptieren. Familienministerium und Krankenkasse müssen diesen skandalösen Zustand endlich beenden und die Honorare für diese Untersuchungen sowohl bei Kinderärztinnen und Kinderärzten, bei Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie bei Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern endlich valorisieren. Es ist kein Zufall, dass diese Fachrichtungen die größten Sorgenkinder bei der Besetzung von Kassenstellen sind. 27 Jahre waren mehr als genug, um auf die immer wieder vorgeschobene inhaltliche Neugestaltung des Mutter-Kind-Passes zu warten, die für die Valorisierung angeblich Voraussetzung war. Das Warten muss ein Ende haben – jetzt muss gehandelt werden."