Die Impfung kommt in Salzburg zu den Menschen

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29.050 Corona-Impfdosen für kommende Woche / Dezentrales System bewährt sich

Stöckl: „Uns war von Anfang an wichtig, dass die Impfung zu den Menschen kommt und nicht umgekehrt. Dafür sind vor allem die Ärztinnen und Ärzte in allen Regionen Salzburgs essentiell."

LH-Stv. Christian Stöckl informierte heute gemeinsam mit Landesrettungskommandant Anton Holzer und Dr. Christoph Fürthauer von der Salzburger Ärztekammer über den aktuellen Stand zur Impfung in Salzburg.

Infografik, Corona-Impfung, Impfung in Salzburg pro Kalenderwoche, Stand 29.04.2021

29.050 Corona-Impfdosen für kommende Woche

Salzburger Landeskorrespondenz, 29. April 2021

Die Impfung kommt in Salzburg zu den Menschen / Dezentrales System bewährt sich

(LK)  „Uns war von Anfang an wichtig, dass die Impfung zu den Menschen kommt und nicht umgekehrt. Dafür sind vor allem die Ärztinnen und Ärzte in allen Regionen Salzburgs essentiell. Diese kennen ihre Patienten am besten, können Sorgen und Ängste nehmen, leisten eine professionelle Aufklärungsarbeit und sorgen für eine konsequente und vollständige Verimpfung. Zusätzlich brauchen wir auch die Impfstraßen des Roten Kreuzes, die wann immer nötig aktiviert werden“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Er informierte heute gemeinsam mit Landesrettungskommandant Anton Holzer und Dr. Christoph Fürthauer von der Salzburger Ärztekammer über den aktuellen Stand in Salzburg.

„Die nächsten zwei Wochen werden erfreuliche Rekordwochen in Salzburg. Wir bekommen so viele Impfdosen wie noch nie. Allein in der Kalenderwoche 18 werden 29.050 geliefert, damit machen wir einen großen Schritt nach vorne, können die Personen über 65 Jahre soweit abschließen. Logistisch sind wir ja für weitaus mehr aufgestellt, auch die innerbetrieblichen Impfungen starten voraussichtlich in der zweiten Maihälfte“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und führt fort: „Umgesetzt sind zudem bereits auch die Impfungen durch mobile Impfteams und jene in Krankenhäusern für das Personal und Menschen mit sehr hohem Risiko und ständigen Kontakt zu Ambulanzen und Akutstationen.“

Über 54.000 Impfdosen bis Mitte Mai

Für die nächsten zwei Wochen kann in Salzburg mit über 54.000 Impfdosen gerechnet werden. Diese sind vorrangig für alle über 65-Jährigen vorgesehen. Darüber hinaus können noch in der laufenden Woche aufgrund der Freigabe des Impfstoffes von Johnson&Johnson auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 24-Stunden-Pflege immunisiert werden. Mit einer zusätzlichen Lieferung von 2.510 Dosen Moderna werden außerdem bereits jetzt die engen Haushaltskontakte von Schwangeren geimpft.

Land, Ärzte und Rotes Kreuz Hand in Hand

„Durch die starke Partnerschaft mit der Ärztekammer und dem Roten Kreuz erreichen wir unser gemeinsames Ziel, die Bevölkerung so schnell, wie es die Lieferungen zulassen, gegen das Virus zu schützen. Wir investieren viel Zeit in die Logistik, damit der Impfstoff so nahe wie möglich zu den Menschen kommt. Mir war ganz wichtig, dass die Salzburgerinnen und Salzburger erstens nicht lange Wege auf sich nehmen müssen und zweitens in den Arztpraxen bestens medizinisch beraten werden. Das war vor allem, aber nicht nur bei den älteren Personen und Risikogruppen besonders wichtig“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und fügt hinzu: „Durch unser dezentrales System beansprucht die Logistik am meisten Zeit, aber diese vier Tage, bis der Impfstoff bei den Menschen ist, sind gut investiert, denn die Verabreichung geht dann sehr schnell, und das Vertrauen in die Ärzte ist groß. Wir nehmen damit in Kauf, dass wir im E-Impfpass statistisch gesehen hinten liegen, aber die Vorteile der wohnortnahen Impfung überwiegen.“

Fürthauer: „Strategie für die Zukunft.“

Die Gespräche der impfenden Ärztinnen und Ärzte können grundsätzliche Verunsicherungen bezüglich der Impfung beziehungsweise der Impfstoffe nachhaltig ausräumen. „Das Vertrauensverhältnis zu den Impfordinationen unterstützt dies zusätzlich, was sich gerade in den ersten Monaten, in denen der Schwerpunkt auf den Hochbetagten und Hochrisikopatienten lag, bestätigt hat. Es ist uns wichtig, dass wir die Impfung zu den Menschen bringen. Die konsequente und umfassende Immunisierung der besonders gefährdeten Menschen in den Seniorenwohnhäusern ist in Salzburg sehr frühzeitig gelungen. Damit konnte unser Gesundheitssystem nachhaltig entlastet werden“, betont Dr. Christoph Fürthauer von der Ärztekammer Salzburg und führt fort: „Auch langfristig gesehen ist das Salzburger Konzept eine erfolgreiche Strategie, vor allem, wenn wir in die Zukunft planen, in der eventuell jährliche Nachimpfungen notwendig werden, oder noch Unabsehbares auf uns wartet.“

Holzer: „Impfstraßen stehen bereit.“

In Salzburg gibt es in jedem Bezirk mindestens eine Impfstraße, diese werden vom Roten Kreuz professionell abgewickelt. Landesrettungskommandant Anton Holzer erklärte bei der heutigen Pressekonferenz: „Das Konzept hat sich nun schon mehrfach bewährt, und die Impfungen laufen. Wir haben mit unseren Straßen eine Kapazität von rund 40.000 Impfungen pro Woche, davon sind wir derzeit aufgrund der geringen Liefermengen aber weit weg. Wir hoffen auf die nächsten Wochen und die angekündigten Dosen. Dann können wir auch neben den fixen Impfstraßen wie Zell am See oder Messezentrum, standortunabhängig weitere mobile aufbauen.“ Insgesamt ist Salzburg für mehr als 50.000 Dosen pro Woche – mit den Impfpraxen – jederzeit gerüstet.

Vollimmunisierung im Vergleich

„Wir konzentrieren uns in Salzburg auf die wohnortnahe Impfung sowie auf die Vollimmunisierung, weil diese den besten Schutz gegen einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf bietet, und genau darauf kommt es an. Die ersten Auswirkungen spüren wir bereits deutlich, es sterben seit Beginn der Impfung weitaus weniger Menschen, und die Lage in den Intensivstationen hat sich stabilisiert. Der Stand der Vollimmunisierung im Bundeländervergleich (Stand 29. April 2021, 9 Uhr):
•    1. Tirol 14,39 % der Gesamtbevölkerung (28,05 % 1. Teilimpfung)
•    2. Niederösterreich 9,65% der Gesamtbevölkerung (24,60 % 1. Teilimpfung)
•    3. Salzburg 8,66 % der Gesamtbevölkerung (20,54 % 1. Teilimpfung)
•    4. Vorarlberg 8,62 % der Gesamtbevölkerung (26,53 % 1. Teilimpfung)
•    5. Burgenland 8,51 % der Gesamtbevölkerung (27,84 % 1. Teilimpfung)
•    6. Oberösterreich 8,18 % der Gesamtbevölkerung (22,97 % 1. Teilimpfung)
•    7. Kärnten 8,15 % der Gesamtbevölkerung (25,48 % 1. Teilimpfung)
•    8. Wien 7,90 % der Gesamtbevölkerung (22,04 % 1. Teilimpfung)
•    9. Steiermark 7,47 % der Gesamtbevölkerung (21,25 % 1. Teilimpfung)

Gesamte Prio 3 ab Mitte Mai

Abgesehen von Personen über 65 Jahre und Menschen mit Vorerkrankungen sowie erhöhtem Risiko, die ja bereits immunisiert werden, rücken Mitte Mai auch alle anderen der Priorität 3 in den Fokus. „Damit können wir voraussichtlich ab der zweiten Maiwoche starten, sofern die Lieferungen wie angekündigt eintreffen. Wir bemerken aber auch, dass sich viele der Priorität eins und zwei erst jetzt vormerken. Diese gilt es natürlich auch zu berücksichtigen“, so Stöckl.

Stand der Impfung in Salzburg (Stand 29. April, 9 Uhr)

•    165.408 Dosen bisher in Salzburg verimpft
•    116.702 Erstimpfungen bisher
•    48.706 Zweitimpfungen bisher
•    54.150 Impfdosen für die kommenden zwei Wochen
•    222.150 Personen bisher vorgemerkt
•    82,7 Prozent der über 85-Jährigen in der Gesamtbevölkerung geimpft
•    77 Prozent der 75- bis unter 85-Jährigen in der Gesamtbevölkerung geimpft
•    47,6 Prozent der 65- bis unter 75-Jährigen in der Gesamtbevölkerung geimpft

Voraussichtliche Lieferungen im Überblick

Die 54.150 Impfdosen, die in den nächsten zwei Wochen in Salzburg erwartet werden, teilen sich wie folgt auf:
Kalenderwoche 18:
•    Gesamt: 29.050
•    2.760 AstraZeneca
•    2.690 Moderna
•    21.800 Biontech/Pfizer
•    1.800 Johnson&Johnson
Kalenderwoche 19:
•    Gesamt: 25.100
•    7.700 Moderna
•    20.400 Biontech/Pfizer
•    Noch offen: AstraZeneca

https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=64964