Die neue Salzburger Landesregierung

Auszüge aus dem Regierungsprogramm der Salzburger Landesregierung

Wir haben die das Gesundheitswesen betreffenden Inhalte nachstehend zusammengefasst.

Das gesamte Regierungsprogramm "Neustart für Salzburg" finden Sie als Download hier.

(Auszüge):

Kapitel 7. "Gesundheit und Krankenanstalten"

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Eine verstärkte Lenkung von der stationären zur ambulanten Versorgung und der sukzessive Abbau von Akutbetten stellen die Rolle und Aufgabe des Hausarztes in den Mittelpunkt. Langfristig wird die Umsetzung einer umfassenden Gesundheitsreform zur Finanzierung des Gesundheitswesens aus "einem Topf" angestrebt.

 

Niedergelassenen Bereich stärken

 

Wir wollen eine weitere Aufwertung von Hausärztinnen und Hausärzten als ersten Ansprechpartnerinnen und -partnern, Vertrauenspersonen und "Lotsen" durch das Gesundheitssystem. Gemeinsam mit den Krankenversicherungsträgern und der Ärztekammer werden wir geeignete Maßnahmen/Anreize setzen, damit Patientinnen und Patienten in der Regel niedergelassene Ärztinnen bzw. Ärzte ihres Vertrauens aufsuchen, bevor Ambulanzen kontaktiert werden. Unser Ziel ist es, die Inanspruchnahme von Spitalsambulanzen (ohne Zuweisung durch niedergelassene Ärztinnen bzw. Ärzte oder Kontrolluntersuchungen nach stationärem Aufenthalt) auf das unbedingt notwendige Maß zu reduzieren.

Wir werden uns für attraktive Organisationsformen im Bereich der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte (Ordinations- und Apparategemeinschaften, Anreize für die Bildung von Gruppenpraxen, Möglichkeit, dass Ärztinnen/Ärzte bzw. medizinische Mitarbeiter/innen bei Ärztinnen bzw. Ärzten angestellt werden, …) einsetzen, um sowohl dem Mangel an Ärztinnen und Ärzten entgegenzuwirken als auch den niedergelassenen Bereich aufzuwerten.

In der Radiologie ist es die Zielsetzung, die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenem Bereich und Krankenhaus zu forcieren.

In den Krankenhäusern Mittersill und Tamsweg unterstützen wir eine Kooperation zur Ansiedelung niedergelassener Kassenvertragsärztinnen und -ärzten in den Räumlichkeiten des Krankenhauses, im Sinne der Bildung eines (freiberuflichen) "Gesundheitszentrums".

In enger Kooperation mit der Ärztekammer und dem Hauptverband streben wir eine Attraktivierung des Bereitschaftsdienstes der niedergelassenen Kassenvertragsärztinnen und -ärzte (wie zum Beispiel durch die Einrichtung von Vertretungspools) an.

 

Arztberuf stärken

 

Unsere Mediziner/innen erbringen täglich wichtige Leistungen für die Bevölkerung. Wir erkennen den zunehmenden Mangel Ärztinnen und Ärzten in den Regionen und werden daher versuchen, durch geeignete Maßnahmen zur Attraktivierung des Berufes beizutragen: Dazu zählen unter anderem eine wettbewerbsfähige Entlohnung, verbesserte Arbeitsbedingungen, familienfreundliche sowie altersgerechte Arbeitszeitmodelle.

In den Spitälern soll die ärztliche Ausbildung so verbessert werden, dass Turnus-/Jungärzte bzw. ärztinnen nicht als "Systemerhalter/innen" gesehen und eingesetzt werden, sondern dass eine "patientenorientierte Ausbildung" als Aufgabe im Krankenhaus gesehen wird.

Besonderes Augenmerk wollen wir auch angesichts der sehr hohen Frauenquote unter den angehenden Medizinerinnen und Medizinern auf frauen- und familienfreundliche Modelle legen, um es auch Frauen besser zu ermöglichen, sich in der Medizin zu entfalten.

Das Berufsbild "Allgemeinmediziner/in" soll unter anderem durch eine bessere Ausrichtung der Ausbildung auf diesen Beruf, durch Lehrpraxen und neue Kooperationsformen aufgewertet werden. Vor allem im Süden des Landes soll die Fachärzteversorgung zur Verkürzung der Wartezeiten ausgebaut werden.


Quelle: Arbeitsübereinkommen von ÖVP, Grünen und Team Stronach Stand: 12. Juni 2013

Landtagswahl 2013

Vor der Landtagswahl haben wir die wahlwerbenden Parteien zu für die Ärzteschaft wichtigen gesundheitspolitischen Themen befragt. Bitte vergleichen Sie die gesundheitspolitischen Inhalte des Regierungsprogrammes mit den im Vorfeld eingeholten Antworten der Parteien:

Fragen & Antworten finden Sie hier.