Information zum Kollektivvertrag

 

Wichtige Info betreffend Kollektivvertrag für Angestellte bei Ärzten ab 1.1.2018:

Wie letztes Jahr berichtet, läuft der noch bestehende Kollektivvertrag für die Angestellten bei Ärztinnen und Ärzten in Salzburg bis 31.12.2018. Ab 1.1.2018 tritt eine weitere Ist-Lohnerhöhung von 1,5% in Kraft. Um Anwendungsprobleme im Zuge der Umsetzung der Aliquotierung der Gefahrenzulage zu lösen, haben wir mit der GPA nunmehr auch noch eine geringfügige Erhöhung der allgemeinen Gefahrenzulage ab 1.1.2018 vereinbart. Die allgemeine Gefahrenzulage (XVII. Ziffer 2) wird von € 97,-- auf € 110,-- ab 1.1.2018 erhöht. Es bleibt bei der bereits vereinbarten Aliquotierung der Gefahrenzulage bei Teilzeitbeschäftigten. Die übrigen Zulagen bleiben in der bisher vereinbarten Höhe unverändert (wie z.B. die Strahlenzulage). Sollten Sie noch Fragen zu diesem neuen Zusatz-Kollektivvertrag haben, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiterin Frau Edith Trausnitz unter trausnitz@aeksbg.at

Alle Dokumente können Sie, wenn Sie sich einloggen, auch als PDF im Downloadbereich RECHTS herunterladen ->

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Neuer Kollektivvertrag für Angestellte bei Ärztinnen und Ärzten in Salzburg ab 1.1.2017

Nach monatelangen Verhandlungen hat die Kurie der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für Salzburg mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA I djp) einen neuen Kollektivvertrag für die Angestellten bei Ärztinnen und Ärzten und in Labors in Salzburg abgeschlossen, der mit 1. Jänner 2017 in Kraft tritt und die Jahre 2016, 2017 und 2018 berücksichtigt. Ein allfälliger neuer KV ist erst wieder für 2019 vorgesehen.


Dieser Abschluss mit der Gewerkschaft beinhaltet folgende Vereinbarungen, die im KV festgehalten werden:

  • Eine deutliche Erhöhung der Mindestgehälter, allerdings ein sanfteres Ansteigen der KV-Gehälter in 4 Gehaltsstufen (früher 16 Stufen). Damit soll den Berufsanfängern ein höherer Lohn ermöglicht werden, bei Abschwächung des Senioritätsprinzips.
  • Zur allgemeinen Vereinfachung Einteilung aller Beschäftigten weiter in 3 Berufsgruppen wie in der letzten KV Vereinbarung, die mit 1.1 15 in Kraft getreten ist.
  • Die Gefahrenzulage wurde leicht erhöht und ist nunmehr mit dem stundengemäßen Beschäftigtenmaß aliquotiert. Dh zB, dass bei 20 Std Beschäftigtenausmaß die halbem Gefahrenzulage bezahlt wird.
  • Der sogenannte Stundenteiler für Teilzeitbeschäftigung wurde insofern geändert, dass es zu einer aliquoten Bezahlung der Teilzeitbeschäftigten kommt. Dh zB, dass eine 20-Std-Kraft Anspruch auf den V2 Lohn einer 40-Std-Beschäftigten kommt. Bisher war der KV Lohn der Vollzeitbeschäftigten gegenüber den Teilzeitbeschäftigten aliquot benachteiligt.

Diese strukturellen Veränderungen, die in Zukunft zu einer klaren Regelung im KV führt, war nur mit der Zustimmung zu einer IST-Lohn Erhöhung für die Jahre 2017 und 2018 zu erreichen.


Zu den Eckpunkten des neuen Kollektivvertrages

A. Anhebung der Mindest-Brutto-Monatsgehälter in den 3 Berufsgruppen gemäß der Tabelle in Punkt XVII. des Kollektivvertrages. Der österreichweiten Forderung der GPA auf eine Mindest-Brutto-Monatsentlohnung von € 1.500,-- in der Berufsgruppe 2 (Ordinationsassistentinnen mit Ausbildung) bei Berufseinstieg und Vollbeschäftigung wurde damit entsprochen (= Schemagehalt € 1.403,-- + € 97,-- Gefahrenzulage). Das jeweilige Mindestgehalt entnehmen Sie bitte der Tabelle im Kollektivvertrag unter Punkt XVII. Weiters Festsetzung der allgemeinen Gefahrenzulage mit C 97,-- und der Strahlenzulage mit C 134,--.


B. IST-Lohnerhöhung: Gehälter, welche die kollektivvertragliehen Mindestsätze übersteigen (IST-Gehälter), werden mit 1.1.2017 um 1,5% und mit 1.1.2018 um weitere 1,5'% erhöht und jeweils auf die nächst höhere € 0,50 aufgerundet. Freiwillige Erhöhungen, welche bereits seit 1.1.2016 freiwillig bzw. vertraglich vorgenommen worden sind, können auf die Erhöhung vom 1.1.2017 angerechnet werden. Ab 1.1.2018 hat
jedenfalls die Erhöhung der IST-Gehälter um weitere 1,5% zu erfolgen, unabhängig davon, wie hoch freiwillige Erhöhungen bereits 2016 ausgefallen sind.


C. Neureglung für Teilzeitbeschäftigte: Unter Berücksichtigung der vielfach in der Vergangenheit von Mitgliedern bzw. deren Lohnverrechnern geäußerten Kritik, konnte jetzt ein sachgerechter neuer Stundenteiler für die Bezahlung der Teilzeitbeschäftigten vereinbart werden mit 1/173,2 (bisher 1/160). Weiters wird nunmehr auch die allgemeine Gefahrenzulage für Teilzeitbeschäftigte im Verhältnis zur Normalarbeitszeit aliquotiert. Damit wird künftig das Gehalt eines Teilzeitbeschäftigten exakt im Verhältnis zur Normalarbeitszeit festgesetzt werden können. Im Rahmen der Übergangsregelungen ist zu beachten, dass die Neuregelung beim Stundenteiler und bei der Aliquotierung der Gefahrenzulage nicht zu einer Reduzierung von Gehaltsansprüchen bestehender Arbeitsverhältnisse führen darf, d.h. bisher höhere Löhne von Teilzeitbeschäftigten sind weiter zu zahlen. Ein einseitiger Eingriff in bestehende Verträge ist nicht möglich. Für neue Dienstverträge und Dienstverhältnisse ab 1.1.2017 gilt der neue Stundenteiler und die Aliquotierung der Gefahrenzulage als vereinbart. Einvernehmliche Vertragsanpassungen sind natürlich möglich.

Wir ersuchen Sie, diese Information umgehend Ihrem Lohnverrechner zur Kenntnis zu bringen. Sollten sich Fragen zur Umsetzung dieses Kollektivvertrags-Abschlusses ergeben, empfehlen wir, dass sich Ihr Lohnverrechner direkt mit der Ärztekammer für Salzburg unter: trausnitz@aeksbg.at bzw. 0662/871327-117 in Verbindung setzt. Wir werden die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder auch direkt über den neuen KV in Kenntnis setzen.

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Aushangpflicht für Gesetze entfallen - Kollektivvertrag weiterhin aufzulegen

 

Mit dem Deregulierungsgesetz 2017 (Entbürokratisierung und Reduzierung der Verwaltungslasten für Unternehmer) ist die frühere Aushangpflicht für Gesetze entfallen. Jeder Arbeitgeber hat aber weiterhin die Pflicht, den anzuwendenden Kollektivvertrag für alle Arbeitnehmer beispielsweise in einem leicht zugänglichen Raum aufzulegen oder auszuhängen. Auch wenn der Kollektivvertrag über das Internet abrufbar ist, besteht nach wie vor formal diese Verpflichtung.