NEWS

Erneute Stellungnahme der Ärztekammer
zur radiologischen Versorgung im Pinzgau

Im Jahr 2015 haben sich Land Salzburg und SGKK auf politischer Ebene darauf geeinigt, radiologische ärztliche Leistungen von niedergelassenen ÄrztInnen in das Tauernklinikum Zell am See einzulagern. Geschehen ist seither allerdings kaum etwas in diese Richtung. Die Ärztekammer hielt das damals und hält es auch heute noch für eine falsche Maßnahme.

(9.10.2018 – Salzburg) – Die Ärztekammer für Salzburg beurteile die Einlagerung von ambulanten radiologischen Leistungen in das Krankenhaus Zell am See „Tauernklinikum" unverändert als eine falsche Maßnahme, selbst wenn die medizinischen Leistungen zum Teil nicht im Spital selbst, sondern in der ehemaligen Ordination Dr. Silli angeboten werden sollten.

„Man hat durch die Nichtnachbesetzung der Kassenstelle für Radiologie in Zell am See die funktionierende radiologische Versorgung im Pinzgau zerschlagen. Trotz Zusicherungen und Beteuerungen ist es aber den Tauernkliniken in 3 Jahren nicht gelungen, räumlich, gerätemäßig oder personell die Voraus­setzungen für eine umfassende stationäre und ambulante radiologisch-medizinische Versorgung in Zell am See zu schaffen", so Salzburgs Ärztekammer-Vizepräsident und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte, Dr. Walter Arnberger. Was nun eine teilweise Verlagerung von Leistungen in ein eigenes Ambulatorium in den Räumlichkeiten der ehemaligen Ordination Dr. Silli bringen solle, bleibe ihm ein Rätsel, so Arnberger. Die damals behaupteten Synergieeffekte und somit zu erzielenden Einsparungen durch Einlagerungen von radiologischen Leistungen in die bestehende Krankenhausabteilung seien damit jedenfalls hinfällig. Es werfe allerdings zusätzlich die Frage auf, wie man den ohnehin schon bestehenden personellen Engpass im Krankenhaus dadurch verbessern wolle. Dass man aber nun auch noch das übliche und notwendige behördlich Bewilligungserfahren nicht habe einhalten wollen oder können, sei schon mehr als merkwürdig.

„Wie uns aus dem Pinzgau von unseren Kolleginnen und Kollegen mitgeteilt wird, bemüht sich die niedergelassene Ärzteschaft um eine gute extramurale Versorgung der Patientinnen und Patienten und ist dabei ständig konfrontiert mit Terminproblemen und mangelnder Verfügbarkeit von kassenradiologischen Leistungen. Es muss zwangsläufig auf weiter entfernt liegende - in anderen Salzburger Bezirken bzw. im angrenzenden Tirol - kassenradiologische Einrichtungen verwiesen werden und ist insbesondere seit der Schließung der Kassenordination Dr. Silli mit einem deutlichen Qualitätsverlust der medizinischen Versorgung, was zeitnahe Befunde und Zugänglichkeit betrifft, verbunden", so Arnberger. Das sei für Ärzte und Patienten ärgerlich und auf Dauer untragbar. „Wie die Pinzgauer Ärztinnen und Ärzte zutreffend feststellen, macht es keinen Sinn, eine gesundheitspolitische Maßnahme zu etablieren und zu finanzieren, wenn die Untersuchungen nicht zeitnah erfolgen können." Es brauche gut zugängliche und zeitnahe radiologische Befunde für die Versorgung der Bevölkerung.

„Um eine schnelle Lösung für die Pinzgauer Bevölkerung herbeizuführen, wäre es am einfachsten und am vernünftigsten, von Seiten der SGKK die radiologische Kassenstelle in Zell am See, gerne auch als Gruppenpraxis mit Dependancen in Saalfelden und Mittersill, wieder auszuschreiben und umgehend nach zu besetzen", so Arnberger.

Diesem Vorschlag stimmt auch der Salzburger Fachgruppenobmann für Radiologie, Dr. Klaus Kubin, zu. „Da die Stadt Zell am See nun im Besitz der Räumlichkeiten und Ausstattung der ehemaligen Röntgenordination Dr. Silli ist, sollten die Gemeindevertreter darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein Facharzt für Radiologie jederzeit als Mieter oder Käufer die Ordination übernehmen und ohne Bewilligungsverfahren sofort als seine Ordination eröffnen könnte; jedenfalls als Wahlarzt oder auch als Kassenarzt, sofern die SGKK wieder einen Kassenvertrag ausschreiben würde."

Beide Mediziner appellieren an den Zeller Bürgermeister Padourek: „Unterstützen Sie die Ärztekammer und die niedergelassenen Ärzte des Pinzgaus bei der Forderung nach der Wiederbesetzung der radiologischen Kassenstelle in Zell am See mit einem SGKK-Kassenvertrag für Radiologie! Gerne in der Form einer Gruppenpraxis, die auch die kassenradiologische Versorgung in Saalfelden /Ritzensee und/oder Mittersill übernehmen kann", so Arnberger und Kubin abschließend unisono.


ausschreibungen

news Österreichische Ärztekammer

ÖÄK-Steinhart: Endlich Bewegung bei den ELGA e-Befunden

„Es ist sehr positiv, dass dieser Tage Bewegung in die Entwicklungen um das langjährige Thema e-Befund in ELGA gekommen ist. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein verdient Anerkennung dafür, eine Rundum-Evaluierung der ELGA e-Befunde der ELGA GmbH in Auftrag gegeben zu haben, deren Ergebnisse jetzt vorliegen“, sagt Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der ÖÄK. „Das ist, anders als bei früheren Generationen von Gesundheitsministern, ein echter Durchbruch.“ Denn jetzt konnte endlich von einem interdisziplinären Team von Fachleuten zweifelsfrei festgestellt werden, wo noch Defizite und Sanierungsbedarf bestehen, führt Steinhart aus. Und auch, welche konkreten Maßnahmen gesetzt werden müssen, damit ELGA e-Befunde in einer Qualität einsatzfähig sein werden, die Patienten und Ärzten sowie der Gesundheitsversorgung insgesamt einen Nutzen bringt.
Mehr lesenÜberÖÄK-Steinhart: Endlich Bewegung bei den ELGA e-Befunden

Österreichische Ärztekammer appelliert an Patienten und Ärzte: Impfstatus kontrollieren!

Mit Besorgnis nimmt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres, den derzeitigen Anstieg von Masernerkrankungen zur Kenntnis. Dass eine Krankheit wie Masern, gegen die eine kostenlose Impfung zur Verfügung steht, eine derartige Renaissance erlebe, zeige, wie wichtig ein aufrechter Impfstatus ist, so Szekeres. „Patienten und Ärzte sollten regelmäßig ihren Impfstatus kontrollieren und auftretende Impflücken umgehend schließen.“
Mehr lesenÜberÖsterreichische Ärztekammer appelliert an Patienten und Ärzte: Impfstatus kontrollieren!

ÖÄK-Präsident Szekeres: Patientenanwalt soll Ärztegesetz lesen

„Ich weiß nicht, ob Gerald Bachinger schon zum Paragraf 51 des Ärztegesetzes vorgedrungen ist", meint Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer. „Seit 2014 ist hier die Verpflichtung zur Preisinformation über die zu erbringende ärztliche Leistung klar verankert." Dies war Teil der EU-Patientenmobilitäts-Richtlinie, aber schon lange bevor es diese EU-Richtlinie überhaupt gegeben habe, habe die Ärztekammer die Kostentransparenz bereits verankert. „Genau das müsste dem Patientenanwalt eigentlich bekannt sein", sagt Szekeres.
Mehr lesenÜberÖÄK-Präsident Szekeres: Patientenanwalt soll Ärztegesetz lesen

Verkürzung der Ruhezeiten: Resolution der Bundeskurie Angestellte Ärzte

Die Bundeskurie Angestellte Ärzte hat in ihrer außerordentlichen Bundeskuriensitzung vom 24. Jänner eine Resolution zum vorliegenden Entwurf der Novelle des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes (KA-AZG) beschlossen. Der Wunsch der Politik nach Verschlechterung im KA-AZG stößt auf großes Unverständnis. „Die geplante Novelle lehnen wir vollinhaltlich ab. Die Verkürzung der Ruhezeit im Rahmen der Rufbereitschaften und die Verlängerung der Arbeitszeit sind nicht verhandelbar“, sagt Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte.
Mehr lesenÜberVerkürzung der Ruhezeiten: Resolution der Bundeskurie Angestellte Ärzte

Leitartikel

arztsuche

Ärzte Ski

Aktuelle Tweets der ÖÄK

Fortbildungen