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Beleidigte Blase

Viele Frauen kennen Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen – diese Beschwerden sind typisch für eine Blasenentzündung. Was dagegen hilft und wie sich vorbeugen lässt, erklärt Urologe Dr. Michael Rutkowski vom Landesklinikum Korneuburg.

Von Mag. Silvia Feffer-Holik

 

MEDIZIN populär

Was sind die häufigsten Anzeichen einer Blasenentzündung?

Typische Beschwerden sind ständiger Harndrang mit dem Gefühl, dass die Blase nicht leer wird sowie Brennen und Schmerzen beim Urinieren. Betroffene müssen ständig auf die Toilette, obwohl sich nur geringe Harnmengen absetzen lassen. Oft ist der Urin übelriechend, manchmal auch mit Blutbeimengung.

Was können Betroffene tun?

Sollten milde Beschwerden vorliegen – dazu zählen etwa leichtes Brennen, häufiger Harndrang, geringe Schmerzen – dann hilft es, die Trinkmenge über den Tag verteilt leicht zu erhöhen, sprich maximal zweieinhalb Liter Flüssigkeit - vom Blasentee bis zum kohlensäurefreien Wasser -  zu sich zu nehmen. Wenn nötig, hilft ein Schmerzmittel. Hilfreich ist es auch, den PH-Wert im Harn zu senken.

Wie geht das, wie lässt sich der Harn ansäuern?

Am besten am Abend ein ¼ Liter Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig vermengen, dieser Trunk führt zu einem sauren Harn-PH-Wert. Das mögen die Bakterien nicht.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Blut im Harn sichtbar ist, wenn der Harndrang nicht aufhört, sehr schmerzhaft ist, und vor allem auch wenn Fieber auftritt.

 

Ist es als Schutz vor einer Blasenentzündung besser häufiger oder seltener zu urinieren?

Wer zu einer Blasenentzündung neigt, sollte unbedingt entspannt urinieren, dabei nicht pressen und bei Harndrang  möglichst bald eine Toilette aufsuchen. Die Blase lässt sich punkto Fassungsvermögen nicht trainieren, indem man sie zu voll werden lässt, auch ist das kein Schutz vor einer Vermehrung von Bakterien. Im Gegenteil – es schadet der Blase, wenn man trotz Harndrang nicht möglichst bald ausscheidet.

Was ist vorbeugend noch zu beachten?

Nach dem Geschlechtsverkehr zu urinieren hilft mit, Bakterien aus dem Körper zu spülen.

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Walter Hauser

Facharzt für Urologie

 

Fachärztlicher Kommentar zu dem Interview mit dem Urologen
OA Dr. Michael Rutkowski in der Zeitschrift Medizin populär
bzgl. Harnwegsinfekte:

Die Fragestellung bzw. die Erklärungen von Dr. Rutkowski sind meiner Meinung nach sehr gut in Bezug auf das Problem Harnwegsinfekt dargestellt.
Es wurde genau erklärt wie es zu Harnwegsinfekten kommen kann, welche Umstände ihn verursachen bzw .welche Therapien  möglich sind.

Die einzige zusätzliche Anmerkung von meiner Seite wäre im Bereich des Ansäuerns des Urins, wobei hier genau beschrieben wird, wie man mit Apfelessig zu einem sauren pH kommt. Hier sollte noch erwähnt werden, dass es auch ein Medikament (Acimethin) gibt, welches den Harn-pH in den sauren Bereich bringt.

Bezüglich des restlichen Interviews habe ich keinerlei Zusatzbemerkungen und finde diesen Artikel gut.

 

 

Den gesamten Artikel
"Beleidigte Blase" finden Sie hier.

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