e-Medikation

Wartungskostenzuschuss e-Medikation und eKOS

Seitens des Hauptverbandes wurde festgelegt, dass dieVerzeichnung der Position eMED1 mit der Quartalsabrechnung durch den/die Vertragsarzt/Vertragsärztin erfolgen muss. Die näheren Details entnehmen Sie bitte dem RS der ÄKS vom 25.3.2019.

 

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Wartungskostenzuschuss für e-Medikation

Von der SVC wurde uns mitgeteilt, dass immer wieder VertragsärztInnen im Rahmen des Förderantrages zur e-Medikation übersehen haben, auch den Wartungskostenzuschuss zu beantragen.

Wir legen Ihnen das diesbezügliche Schreiben bei und empfehlen Ihnen im Zweifelsfall nochmals Ihre eigenen Förderantragsunterlagen zu kontrollieren und bei Bedarf mit dem ebenfalls beiliegenden Musterbrief den Wartungskostenzuschuss nachträglich zu beantragen.

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!


Im November 2018 wird im Bundesland Salzburg die e-Medikation eingeführt. Sie ermöglicht zukünftig beim Stecken der E-Card Zugriff, sofern kein opt-out besteht, auf alle rezeptpflichtigen Medikamente und in der Verordnung festgelegten rezept­freien Präparate, die der jeweilige Patient verordnet bekommen hat bzw. die in den Apotheken abgegeben worden sind.


Die e-Medikation wird in den Bezirken Salzburg Stadt und Salzburg Umgebung ab dem 8. November 2018 installiert, in den Bezirken Hallein, St. Johann, Tamsweg und Zell am See ab dem 22. November 2018.
Vertragsärztinnen mit kurativem Einzelvertrag (auch jene mit Verträgen nur zu den bundesweiten Trägern) folgender Fachrichtungen sind zur Anwendung von e-Medikation verpflichtet:

  • Ärztinnen für Allgemeinmedizin
  • Fachärztinnen für Innere Medizin (sowie Fachärztinnen der internistischen Sonderfächer im Sinne der Ausbildungsordnung 2015)
  • Fachärztinnen für Augenheilkunde und Optometrie
  • Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Fachärztinnen für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
  • Fachärztinnen für Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Fachärztinnen für Kinder- und Jugendheilkunde
  • Fachärztinnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie Kinder- und Jugend­psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
  • Fachärztinnen für Lungenkrankheiten
  • Fachärztinnen für Neurologie und Fachärztinnen für Neurologie und Psychiatrie
  • Fachärztinnen für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Fachärzt­innen für Orthopädie und Traumatologie
  • Fachärztinnen für Psychiatrie sowie Fachärztinnen für Psychiatrie und Neurologie und Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
  • Fachärztlnnen für Urologie.

Von der Anwendungsverpflichtung ausgenommen sind:

  • Fachärztinnen für Chirurgie
  • Fachärztlnnen für Neurochirurgie
  • Fachärztinnen für Unfallchirurgie
  • Fachärztinnen für Pathologie
  • Fachärztinnen für Physikalische Medizin
  • Fachärztinnen für Radiologie
  • Fachärztinnen für Medizinische und Chemische Labordiagnostik
  • Fachärztinnen für Hygiene und Mikrobiologie

Weitere Ausnahmen von der Anwendungsverpflichtung:

  • Vertragsärztlnnen, die zum Zeitpunkt des jeweiligen Anwendungsbeginn (8.11.18, 22.11.18) das 66. Lebensjahr erreicht haben.
  • Vertragsärztinnen, die zum Zeitpunkt des jeweiligen Anwendungsbeginn das 60. Lebensjahr erreicht haben und bereits ihren Vertrag zu den Sozial­versicherungen ab dem jeweiligen Zeitpunkt spätestens mit Einjahresfrist gekündigt haben.

Freiwillige Teilnahme:
Alle Ärztinnen und Ärzte, die keinen Kassenvertrag haben oder nicht einer der verpflichteten Fachgruppen angehören und die über eine Anbindung an das E-Card-System verfügen, können sich freiwillig zur Teilnahme an e-Medikation be­reit erklären und erhalten ebenfalls die Installationsförderung von max. € 1.314,00.

Förderung:
Die Vereinbarung zur e-Medikation zwischen ÖÄK und Hauptverband sieht eine einmalige Förderung der Installationskosten in Höhe von max. € 1.314,00 vor. Die Förderung verringert den Anschaffungswert der Software in der Buchhaltung und ist nicht als Einnahme zu versteuern.

Weiters wurde vereinbart, über die jeweiligen Landes-Gebietskrankenkassen ihren Vertragsärztinnen, die e-Medikation integriert über eine Arztsoftware tatsächlich verwenden, einen monatlichen EDV-Wartungskostenzuschuss in Höhe von€ 20,00 pro Monat ab dem 1. verpflichtenden Verwendungsmonat mit der Honorarabrech­nung auszuzahlen.

Um die Erlangung der Förderbeiträge möglichst einfach für die Ärztlnnen zu halten, wurde vereinbart, dass die Arztsoftwareanbieter im Rahmen der Installation in den Ordinationen die entsprechende Antragstellung administrieren. Sollte sich Ihre Arztsoftwarefirma diesbezüglich noch nicht mit Ihnen in Verbindung gesetzt haben, ersuchen wir um Bekanntgabe der betreffenden Firma an das Kammeramt (Frau Bubestinger, Tel.Nr. 0662/871327-130, E-Mail: bubestinger@aeksbg.at).

Weiters machen wir darauf aufmerksam, dass der EDV-Wartungskostenzuschuss erst ab der Verpflichtung zur Anwendung von e-Medikation ( = frühestens November 2018) ausbezahlt wird. Daher raten wir dringend bei vorzeitiger Instal­lation durch Ihre Softwarefirma mit dieser zu vereinbaren, dass die Softwarewar­tungsgebühr für e-Medikation erst ab dem verpflichtenden Verwendungszeitpunkt seitens Ihrer Softwarefirma anfällt.

Mehrere Ordinationsstandorte mit Kassenvertrag:
Nach unserem derzeitigen Wissensstand wird die Installationsförderung nur einmal pro Vertrags(gruppen)praxis ausbezahlt. Sollten Sie in Ihrem Einzelvertrag zur Führung eines zweiten Ordinationsstandortes verpflichtet sein und nach Auskunft Ihrer Softwarefirma dadurch erhöhte Installationskosten entstehen, ersuchen wir Sie, sich mit dem Kammeramt in Verbindung zu setzen. Wir sind bemüht eine Lösung zu finden, um ungebührliche Mehrbelastung durch die Einführung von e-Medikation zu vermeiden.
Seitens des Hauptverbandes, Chipkartengesellschaft, werden Informationsabende zur e-Medikation einige Wochen vor dem Rollout veranstaltet.

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Nachstehend finden Sie Erklärungsvideos zur eMedikation sowie ein Formular, mit dem die Zugriffsdauer für Ärztinnen & Ärzte und Krankenhäuser auf ELGA-Gesundheitsdaten verkürzt oder verlängert werden kann.