Radiotherapie und Radio-Onkologie im St.Johann´s Spital in Salzburg

 

 

 

 

 


Spitzenleistungen

 

Die Abteilung für Radio-Onkologie der Landeskliniken Salzburg versucht für ihre Patienten das höchstmögliche Niveau an medizinischer Versorgung zu gewährleisten. Dazu gehören im speziellen folgende Bereiche

 

Modernste Bestrahlungsmöglichkeiten für Brachy- und Tele-Therapie.

 

Unter Teletherapie versteht die Bestrahlung von außen. Sie stellt die mit Abstand häufigste Form der Strahlenbehandlung dar. Dafür stehen in unserer Klinik zwei Linearbeschleuniger sowie ein modernes Telekobaltgerät zur Verfügung. Die Brachytherapie, die Bestrahlung von innen mit kurzer Reichweite, wird bei Tumoren angewendet, bei denen man die Möglichkeit hat, durch natürliche Körperöffnungen mittels spezieller Sonden sehr nahe an den Tumor zu gelangen (z.B. Gebärmutterkrebs, Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs). Anschließend wird mit einer kleinen hochaktiven Bestrahlungsquelle ferngesteuert im Nachladeverfahren (sog. Afterloading) die Behandlung durchgeführt. Dazu verfügen wir über ein spezielles Afterloadinggerät.

 

Intraoperative Radiotherapie

 

Die intraoperative Radiotherapie (IORT) bedeutet die direkte Bestrahlung eines Tumors während einer Operation. In dem chirurgisch freigelegten Areal kann solcherart eine hohen Einzeldosis eingestrahlt werden, während umgebende, strahlenempfindliche Normalgewebe aus dem Strahlengang mobilisiert oder abgeschirmt werden können. Bei Tumoroperationen gelingt zwar meistens die Entfernung der sichtbaren Geschwulst, häufig bleiben jedoch mikroskopische Tumorreste im Gewebe zurück (im sogenannten Tumorbett). Während eines tumorchirurgischen Eingriffs können diese Areale präzise dargestellt werden.

In Ergänzung zur modernen Teletherapie (der Bestrahlung von außen) ist die IORT eine ideale Methode zur lokalen Dosissteigerung, die gleichermaßen zu höheren lokalen Tumorkontrollraten beiträgt als auch zu geringeren Spätreaktionen am Normalgewebe führt. Diese innovative Behandlungsmethode wird in enger Kooperation mit acht chirurgisch tätigen Abteilungen des St.Johanns-Spitales durchgeführt werden. Die Therapieschwerpunkte liegen unter anderem in der IORT des Brustkrebses (gemeinsam mit der LK für Spezielle Gynäkologie und der LK für Chirurgie), der IORT des Rektum-, Magen- und Pankreaskarzinomes (in Zusammenarbeit mit der LK für Chirurgie), und in der IORT der Weichteilsarkome (gemeinsam mit den Urologen). Aber auch die Behandlung von Rezidivtumoren im kleinen Becken und im HNO-Bereich zählen zu den Einsatzmöglichkeiten.

 

Abb.9+10: IORT im Routinebetrieb des senologischen Zentrums Salzburg (gemeinsam mit der Abteilung für spez. Gynäkologie, Vorstand: HR Prim Dr. C. Menzel)

 

Dedicated Unit: OP mit Linearbeschleuniger für IORT und Stereotaxie

 

 

 

 

 

Direkte Bestrahlung des Tumorbettes während der Operation nach Entfernung des sichtbaren Tumors

 

 

  

Stereotaktische Radiotherapie

 

Die stereotaktische Bestrahlung stellt eine (technisch sehr aufwändige) Sonderform der Bestrahlung von außen oder auch von innen dar. Diese moderne Technologie ermöglicht gewissermaßen eine Art "Operation ohne Messer". Sie kommt hauptsächlich bei einer Untergruppe von Hirntumoren sowie bestimmten Gefäßmißbildungen zum Einsatz, die allerdings eine bestimmte Größe nicht überschreiten dürfen. Mit Röntgenschichtaufnahmen (Computertomogrammen) und einem besonderen Bestrahlungsplanungssystem werden die genauen Koordinaten des Zielgebietes dreidimensional ermittelt. Um eine präzise Übertragung der geplanten Bestrahlungsdaten zu ermöglichen, wird der Kopf des Patienten mit einem in der Schädeldecke verankerten Ring oder einer Bestrahlungsmaske fixiert. Unter computertomographischer Kontrolle können Markierungen in diesem Ring dazu dienen, die Bestrahlung von außen punktgenau zum Tumor zu dirigieren. Die Bestrahlung selbst erfolgt an einem Linearbeschleuniger. Durch die besonders hohen Anforderungen an die mechanische Geometrie können derartige Bestrahlungen nur nach umfangreichen Sicherheitstests und mit speziellem Zubehör an einem Beschleuniger vorgenommen und von einem erfahrenen, speziell ausgebildeten Team durchgeführt werden.

Diese Art der Bestrahlung ist ein besonderes Leistungsangebot unserer Klinik.

 

 

 

Abb.11: Linearbeschleuniger im Einsatz für eine stereotaktische Kopfbestrahlung (Hochpräzisionsbestrahlung für Tumoren des Gehirns)

 

 


 

 

Endovaskuläre Radiotherapie

 

Die endovaskuläre Radiotherapie wird bei bestimmten Formen schwerer Gefäßverengungen angewendet. Verschlossene Arterien werden mittels spezieller Katheder aufgedehnt und anschließend brachytherapeutisch bestrahlt (siehe oben), um einen neuerlichen Gefäßverschluß zu verhindern.

 

Wissenschaftliche Forschung

 

Die Basis der wissenschaftlichen Leistungen der Landesklinik liegt in der engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit allen onkologischen Bereichen. Die Teilnahme an vielen nationalen und internationalen Studien, sowie zahlreiche Publikationen und Vorträge und das Veranstalten von Kongressen, belegen unsere wissenschaftlichen Aktivitäten.

 

Kooperationen und Joint-Venture Projekte

 

Um Tumorerkrankungen immer erfolgreicher behandeln zu können, arbeiten wir an zahlreichen Forschungsprojekten, die auch gemeinsam mit anderen Institutionen durchgeführt werden. Diese Kooperationen (bzw. Joint-Venture Projekte im EDV-Bereich) betreffen die beschriebenen Therapien (Teletherapie der Brust-, Enddarm-, Prostata-, Lungen- und Hodentumoren), die stereotaktische, die intraoperative sowie die endovaskuläre Radiotherapie.

 

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